Projektvorstellung: „Erinnerung, die bewegt – Erziehung im Nationalsozialismus“

Im Rahmen unseres Sozialpädagogikunterrichts haben wir, die Schülerinnen und Schüler der Klassen BGG 12 A und B, uns intensiv mit dem Thema „Erziehung im Nationalsozialismus“ auseinandergesetzt. Begleitet wurden wir dabei von unseren Lehrkräften Frau Seidel-Breer und Herrn Bispeling.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus erzogen, beeinflusst und kontrolliert wurden. Dabei haben wir vor allem die Rolle von Schule, Jugendorganisationen, Freizeit, Kultur und Sport, in dieser Zeit untersucht. Besonders deutlich wurde für uns, dass Erziehung in dieser Zeit nicht auf freie Entfaltung, kritisches Denken oder persönliche Entwicklung ausgerichtet war, sondern auf Gehorsamkeit, Anpassung, Ausgrenzung und ideologische Gleichschaltung.

Ausgehend von den von uns erarbeiteten Inhalten aus dem Unterricht, haben wir eigene Formen der Erinnerungskultur entwickelt, welche am 25. Juni ausgestellt wurden. Unser Ziel war es, historisches Wissen nicht nur sachlich darzustellen, sondern es für andere Schüler/innen sowie Lehrkräfte erfahrbar zu machen. Deshalb entstanden verschiedene kreative Projekte, die im Schulgebäude verteilt präsentiert wurden. Darunter Installationen, Plakate, Interviews, Modelle, interaktive Projekte und raumbezogene Darstellungen.

Mit unseren Projekten wollen wir veranschaulichen, dass Erinnerungskultur mehr ist als der Blick zurück in die Vergangenheit. Sie fordert dazu auf, Fragen an die Gegenwart zu stellen: Wie entsteht Ausgrenzung? Wie werden Menschen beeinflusst? Welche Verantwortung tragen Schule, Erziehung und Gesellschaft dafür, demokratische Werte zu schützen? Und wie können wir verhindern, dass Menschenwürde, Freiheit und Vielfalt erneut infrage gestellt werden?

Die Ausstellung hat uns ermöglicht, historische Inhalte auf eine kreative und persönliche Weise zu verarbeiten. Gleichzeitig wollten wir Besucherinnen und Besucher dazu anregen, unser Schulgebäude aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen und über die Bedeutung von Demokratie, Menschlichkeit und Verantwortung nachzudenken.

Da die Ausstellung bereits großes Interesse geweckt hat, wird sie zu Beginn des nächsten Schuljahres erneut stattfinden. So erhalten weitere Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte die Möglichkeit, sich mit unseren Projekten und den damit verbundenen Fragen auseinanderzusetzen.

  • Text:Mia Klöckner (BGG12B)
  • Titelbild & Artikelfotos:Carsten Arntz
  • Fotos (Bilderreihe):Carsten Arntz, Reinhold Horz